Mit dem Eintritt in die Welthandelsorganisation (WTO) im Jahr 1997 oeffnete sich die Mongolei dem multilateralen Handel.

 

 

2012

%

2013

%

2014

%

Einfuhr

6.739

+3,2

6.358

-5,7

5.237

-17,6

Ausfuhr

4.385

-8,3

4.270

-2,6

5.774

+35,3

Saldo

-2.354

 

-2.082

 

+537

 

                Quelle: GTAI, Juli 2015

 

Einfuhrgüter nach SITC (% der Gesamteinfuhr) in 2014

 

Erdoel

Maschinen

Kfz und Kfzteile

Chemische Erzeugnisse

Nahrungsmittel

Sonstiges

23,5

13,2

9,6

6,9

6,4

40,4

                Quelle: GTAI, Juli 2015

 

 

Ausfuhrgüter nach SITC (% der Gesamtausfuhr) in 2014

 

Rohstoffe

Erdoel

Maschinen

NE-Metalle

Textilien/Bekleidung

Sonstiges

63,0

11,2

0,9

0,7

0,5

23,7

                Quelle: GTAI, Juli 2015

 

Aktuell ist China, gefolgt von Russland und Kanada, der stärkste Exportpartner der Mongolei (Trading Deconomics, März 2015: China 89%; GTAI 2013: China 86,8%) . Vor allem sind es Rohstoffe, Textilien (Kaschmire, Felle) und tierischen Produkte, die ausgeführt werden. Aktuell liegt der monatliche Exportumfang bei 324,5 Million USD und ist damit um ca. 120 Million USD geringer als im April/Maerz des Vorjahres (Trading Economics, März 2015).

 

Volumen der Exporte 2015 (IWF):        +16.575%            Vgl. zu 2014: + 21.516%

 

Mongolische Exporte in USD

 

 

Die Importe der Mongolei bestehen vor allem aus Maschinen, Elektronik und Nahrungsmitteln. Hauptimporteure sind China mit 26% und Russland mit 22% gefolgt von den USA, Japan und Deutschland (Vgl. dazu GTAI 2013: China 28,7%, Russland 24,6%, Deutschland 3,9% [an 6. Stelle]). Der monatliche Importumfang stand 2015 bei 214,4 Million USD und ist um über 100 Millionen USD geringer als zur gleichen Zeit im Vorjahr (Trading Economics, März 2015). Hauptenergielieferant des Landes, insbesondere durch Mineralöl und Benzin, bleibt konstant Russland.

Volumen der Importe (IWF):         + 12.524%               Vgl. zu 2014: + 13.159%

 

Mongolische Importe in USD

 

 

 

 

2012

%

2013

%

2014

%

Dt. Einfuhr

9,3

-28,3

11,0

18,2

9,3

-15,7

Dt. Ausfuhr

150,0

4,2

169,5

12,9

117,0

-31,0

Saldo

140,7

 

158,4

 

107,7

 

                Quelle: GTAI, Juli 2015

 

Deutsche Einfuhrgüter nach SITC (% der Gesamteinfuhr) in 2014

 

Rohstoffe

Textilien/Bekleidung

Mess-/Regeltechnik

Maschinen

Elektrotechnik

Sonstiges

71,8

11,3

4,1

2,6

0,7

9,5

                Quelle: GTAI, Juli 2015

 

Deutsche Ausfuhrgüter nach SITC (% der Gesamtausfuhr) in 2014

 

Maschinen

Nahrungsmittel

Chem. Erzeugnisse

Kfz und Kfzteile

Mess-/

Regeltechnik

Textilien/Bekleidung

Sonstiges

26,7

15,3

12,6

6,0

5,4

4,1

29,9

                Quelle: GTAI, Juli 2015

 

Rangstelle bei deutschen Einfuhren 2014 (Schaetzung): 150 (GTAI, Juli 2015)

Rangstelle bei deutschen Ausfuhren 2014 (Schaetzung): 121 (GTAI, Juli 2015)

 

Für die EU kommt die Mongolei nur an Platz 138 ihrer Importeure (vor allem im Textilbereich) und auf Platz 130 als Empfänger von EU-Exporten. Während die Exporte der EU in die Mongolei im Vergleich zu 2013 in 2014 um 34,8% rückläufig waren, stiegen die Importe um 7,5% (Europäische Kommission [trade.ec.europa.eu]; April 2015). Im Jahr 2005 qualifizierte sich die Mongolei für das "Generalised System of Preferences (GSP)" der Europaeischen Union. Mit dem 1. Januar 2014 erweiterte man auf GSP auf GSP+. Damit muss die Mongolei für die Mehrheit ihrer Exportgüter in die EU keine Einfuhrzölle mehr zahlen.

 

 

 

2012

%

2013

%

2014

%

Einfuhr der EU

67,5

-6,

71,7

5,4

76,5

7,5

Ausfuhr der EU

436,6

5,9

507,7

16,3

331,1

-34,8

Saldo

369,1

 

436,5

 

254,6

 

                        Quelle: GTAI, Juli 2015

 

Durch die nach wie vor geringe wirtschaftliche Diversifikation bleibt die Mongolei abhängig von schwankenden Weltmarktpreisen und den grossen Handelspartnern China und Russland. Durch den Bedeutungszuwachs des Mienenbauswurde der erste Sektor gestärkt, da die Mongolei aber kaum verarbeitende Industrie besitzt, bleibt der sekundäre Sektor unterentwickelt. Der tertiäre Sektor wächst beständig - nicht zuletzt durch den Ausbau der touristischen Infrastruktur des Landes. 2014 präsentierte sich die Mongolei so auch als Gastgeberland der Internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin.

 

Erstellt: Montag, 01.02.2016 10:45