Nach einjährigen Vorbereitungen und Ausgaben von 21 Mrd. MNT (ca. 10 Mio. USD)  richtete die Mongolei das 11. Asia-Europe Meeting (ASEM) mit 51 Staats- und Regierungschefs aus Europa und Asien von 15. bis 17. Juli in Ulaanbaatar aus. Schätzungen gehen davon aus, dass der Gipfel der mongolischen Wirtschaft Einnahmen in Höhe von 8-10 Mio. USD verschafft hat, vor allem im Hotel- und Servicebereich.
Im Rahmen des ASEM Gipfels fand das Asia-Europe Business Forum (AEBF) zum Thema „Promoting Connectivity for Economic Growth between Asia and Europe“ am 13. und 14. Juli in Ulaanbaatar statt. Die über 100 Teilnehmer des Forums, bestehend aus u.a. Unternehmern, Vertretern von Wirtschaftsverbänden und Handelskammern, Forschungsinstituten und Wirtschaftspolitikern, konnten in vier Sessions Keynotevorträgen und Podiumsdiskussion folgen und waren aufgefordert sich in die Diskussionen einzubringen.
Eröffnet wurde das Business Forum durch den neuen Premierminister J. Erdenebat und Industrieminister D. Erdenebat der vorherigen Regierung, bevor die erste Session zum Thema  „Building an Inclusive Economy“ begann. Von den Panelsiten u.a. Yolanda Fernandez Lommen (Country Director for Mongolia, ADB), wurde die zentrale Rolle der World Trade Organization (WTO) in Formulierung und Durchsetzung globaler Handelsregeln hervorgehoben. Im zweiten Abschnitt zum Thema “Asia-Europe Connectivity“ hoben die Panelisten die Bedeutung regionaler Initiativen, wie dem Russland-Mongolei-China Wirtschaftskorridor hervor, da diese zumeist ungenutzte Potentiale bergen. Das dritte Panel behandelte die Frage wie Klein- und Mittelständische in globale Wertschöpfungsketten integriert werden können.  Die Panelisten betonten die Wichtigkeit eines Anreiz-gebenden Geschäftsumfeldes, durch bspw. Steuerreduktionen und gezielte Unterstützung für Star-Ups. Zum Thema „Investment and Green Development“ diskutierten u.a. Dr. Oyun Sanjaasuren, ehemalige mongolische Ministerin für Umwelt, Grüne Entwicklung und Tourismus,  Hauptpunkt sei die Integration der Thematik grünen und nachhaltiger Entwicklung in die nationalen Entwicklungsstrategien einhergehend mit Schulungen für Arbeitskräfte in den Schlüsselsektoren. Die politische Ebene sei in der Verantwortung die Nutzung grüner Technologien und Energie zu fördern und damit zur öffentlichen Wahrnehmung der Thematik  beizutragen.
Teil der Abschlusserklärung zum Business Forum bildeten Reden des vietnamesischen Premierministers Nguyen Xuan Phuc, Präsident Ts. Elbegdorjs sowie Jean-Claude Junckers, dem Präsidenten der Europäischen Kommission. Juncker bedankte sich bei Präsident Elbegdorj vor allem für die große Gastfreundschaft mit der die internationalen Delegationen in der Mongolei in Empfang genommen wurden: „And to you Mr President, I have another message. We are welcomed here in Mongolia like princes, you are a man who knows the world. You are a man who is a great leader of his country. And so I am looking to the future of this great nation with optimism. Long live Mongolia.”

 

Erstellt: Dienstag, 02.08.2016 11:01

Der DMUV begruesset zum Business Lunch im Juni Herrn Zolboo, dem Mitarbeiter für Internationale Beziehungen des Mongolischen Arbeitgeberverbandes, als Redner.Herr Zolboo gab Informationen zum internationalen Managementtrainingprogramm in Deutschland und teilte mit den Teilnehmern seine Erfahrungen, bevor diese ihre Fragen stellen konnten.
Der mongolische Arbeitgeberverband (MONEF), gegründet 1990, zählt derzeit 8.000 Mitglieder bzw. Mitgliederunternehmen. Der Verband hat von der Struktur her ein ähnliches Format wie die mongolische Handelskammer, da er Unternehmen und deren Arbeitgeber unterstützt.

MONEF hat sich zur Aufgabe gemacht zum Wohle seiner Mitglieder vorteilhafte, wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen und die Interessen der Mitglieder im politischen Feld zu vertreten.
Der Verband kooperiert eng mit Deutschland. Im Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit der Regierungen, u.a. in Kooperation mit der GIZ, setzt der Verband jedes Jahr das Managementtrainungprogramm in Deutschland um. Die Botschaft und zuständige Behörden unterstützen das Projekt tatkraeftig.
Seit 2009 haben über 400 mongolische Manager den einmonatigen Trainingkurs in Deutschland besucht. Über das Programm hinaus ergibt sich die Möglichkeit, den wirtschaftlichen Austausch beider Länder zu fördern und Kontakte zu deutschen Unternehmen zu knüpfen. Neben dem regulären Kurs besteht fuer die Teilnehmer im die Moeglichkeit ins Gespräch mit interessierten Geschäftspartnern zu kommen. Die Anzahl der Teilnehmer und der Veranstaltungsort sind Jahr für Jahr unterschiedlich. Für den Managementtrainingkurs im Jahr 2016 qulifizierten sich 28 Personen nach den Auswahlgesprächen. Nahezu 90 Prozent der Gesamtkosten werden von deutscher Seite getragen. Fuer eine Teilnahme kommen nur Kandidaten in Frage, die zwei grundlegende Kriterien erfuellen: 1. ausreichende Englisch- oder Deutschkenntisse; 2. Formulierung konkreter Ziele, etwa eine Kooperation mit einem deutschen Unternehmen. Hinzukommt, dass nur Bewrebungen zugelassen werden, die von Mitgliedsunternehmen bei MONEF stammen.

Der Termin für den Managementtrainingkurs im Jahr 2017 ist noch nicht festgelegt. Das Auswahlgespräch findet Ende des Jahres statt.

Erstellt: Freitag, 01.07.2016 10:32

Am 11. Mai fand der monatliche Business Lunch im Restaurant "Ivy"  statt.  Herr O. Och, Abteilungsleiter für Strukturierte Finanzierung der Golomt Bank hielt Präsentation. Er stellte das Finanzprodukt "Importfinanzierung" der Golomt Bank vor.  Dabei weiste der Redner darauf hin, dass jährlich Güter und Produkte u.a.  technische Anlagen, Maschinen und Ausstattungen aus dem Baugewerbe, dem verarbeitenden Gewerbe und dem Bereich Medizin  (die Summe beträgt 150 Mil. Dollar) aus Deutschland in die Mongolei eingeführt werden.  In Kooperation mit international anerkannten Kreditversicherungsagenturen(Export Credit Agency), z.B. Euler Hermes Kreditversicherungs-AG, welche den Export ins Ausland fördert, bietet die Golomt Bank  mittel-bis langfristige Kredite  mongolischen Unternehmen an. Da der Zinssatz auf dem LIBOR/CIRR- Referenzzinssatz (d.h. die OECD bestimmt ihren Mitgliedsstaaten den Mindestzinssatz) basiert, ist er viel günstiger als die Zinskonditionen im Inland. Zudem geben die Kreditversicherungsagenturen Garantie für die Finanzierungskosten. Dazu hat den Importeur den Vorteil, die Kredite im langfristigen Zeitraum zurückzuzahlen. Und Golomt Bank stellt dem Importeur eine Bürgschaft  und übermittelt die Finanzierung.

Erstellt: Montag, 30.05.2016 17:31

Zu unserem monatlichen Business Lunch im März wurde Herr Helmut Ehnes, Leiter der Abteilung für Unfallprävention der Berufsgenossenschaft für Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) als Redner eingeladen und hielt einen Vortrag zum Thema „Arbeitssicherheit im Bergbaubereich“.
Die BG RCI hat als gewerbliche Berufsgenossenschaft den gesetzlichen Auftrag, Arbeitsunfälle sowie Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu verhindern. Sie unterstützt Betriebe in allen Fragen des Arbeitsschutzes, schult die Versicherten, erforscht Unfallursachen und technische Arbeitsmittel.
Herr Ehnes hat den Gästen über die International Social Security Association (ISSA) erklärt.

ISSA ist eine gemeinnützige, internationale Organisation und wurde 1927 gegründet und zaehlt heute zu den wichtigsten Institutionen weltweit, die Träger und Organisationen zum Thema der sozialen Sicherheit zusammenbringt. Sie vereint 350 Mitgliedsorganisationen aus nahezu 150 Ländern und hat aktuell 34.000 Mitglieder mit Sitz in Genf. ISSA arbeitet eng mit der International Labour Organisation (ILO) zusammen.
Pro 1000 Arbeitnehmer geht die Statistik von ISSA von 18 Unfaellen pro Jahr aus, die den Versicherungen in der Bilanz 1,3 Mrd Euro pro Jahr kosten.
ISSA schult Unternehmen in Seminaren, wobei die Priorität auf der Unfallprävention liegt. Zuletzt gab es dazu eine Konferenz in Brasilien und Seminare in der Ukraine. Die Organisationen ist international taetig und veroeffentlicht einen regelmaessigen Newsletter auf ihrer Website.
Zum Schluss seiner Ausfuehrungen berichtete Herr Ehnes ueber Strategien zur Arbeitssicherheit und berichtet dazu von „Vision Zero“.

Vision Zero beinhaltet sieben Erfolgsfaktoren zur Vermeidung von Arbeitsunfällen im Betrieb.

  1. Führung
  2. Risikoanalyse
  3. Praeventionsprogramm
  4. Organisation des Arbeitsschutzes, Arbeitsschutzmanagement
  5. Technologie
  6. Weiterbildung der Mitarbeiter
  7. Motivation durch Beteiligung

Der DMUV bedankt herzlich bei Herrn Ehnes fuer seinen interessanten Beitrag zum DMUV Business Lunch im Maerz 2016.

Erstellt: Montag, 04.04.2016 13:03

Zum Business Lunch im Februar begruesste der DMUV Herrn Henk de Pauw, Leiter der Abteilung für Modernisierung des mongolischen Normungssystems der  Agentur für Standardisierung und Metrologie der Mongolei, als Redner zum Thema „Entwicklung und Zukunft von EU-Standards in der Mongolei“ eingeladen. Er berichtete, dass das Gesetz zur Erstellung von Standards dem Parlament in der naechsten Sitzungsperiode vorliegen soll. Das Gesetz sieht Erstellung von mongolischen Standards nach EU-System vor.

Sollte das Gesetz angenommen werden, werden Standards in Zukunft von der Industrie fuer die Industrie geschrieben. Der Staat formuliert nur Grundbedingungen (z.B. ein Haus muss solide gebaut sein) und nimmt Standards ab.
Wir danken Herrn Henk de Pauw fuer seinen interessanten Vortrag.

Erstellt: Montag, 04.04.2016 12:55